Auch Amazon Händler profitieren vom Angebot der JuMa Büroservice UG

Für viele Händler zählt der Amazon-Shop auf dem Marketplace zu einer wichtigen Plattform in ihrer E-Commerce Strategie. Für kleinere Händler ist dieser Kanal teilweise sogar der einzige Vertriebsweg. Die Gebührenerhöhung seitens Amazon, die sich letztes Jahr schon angekündigt und Mitte diesen Jahres ihren Höhepunkt gefunden hat, trifft vor allem deutsche Händler hart und hat gleich mehrere Folgen. Welche das sind und welche Möglichkeiten es gibt lest Ihr hier. 

Lesedauer: 4 Minuten 

FBA Gebühr eines Artikels hat sich verdoppelt 

Händler die nur den deutschen Markt beliefern wollen oder dürfen, müssen bereits seit Juni vergangenen Jahres höhere Fulfillment-Gebühren in Kauf nehmen. Eine Erhöhung von 0,25 € pro Artikel hat sich ab dem 11. April 2017 auf 0,50 € verdoppelt. Hintergrund dieser Maßnahmen ist, dass Amazon deutschen Marketplace Händlern die Standorte Polen und Tschechien, mit weitaus geringeren Gebühren, schmackhaft machen möchte. Seit dem 06. Juni 2017 sind außerdem weitere Erhöhungen in Kraft getreten, die wir Euch hier nochmal zusammengefasst haben:

  • Versandgebühren für Nicht-Medienprodukte und Produkte in Übergröße: Erhöhung der Versandgebühren für Nicht-Medienprodukte in Standardgröße und Übergröße. Diese Änderungen betreffen sowohl Einheiten, die national versendet werden, als auch für Einheiten, die über das Europäische Versandnetzwerk (EFN) innerhalb von Europa versendet werden.
  • Monatliche Lagergebühren: Auch die monatlichen Lagergebühren sind auf den europäischen Amazon Marketplace-Websites teurer. Die Gebühren für Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien werden angeglichen, um eine einheitliche Gebührenübersicht bereitzustellen.
  • Versandgebühren für Medienprodukte: Die Versandgebühren für Medienartikel wurden zum 1. August erhöht. Diese Änderungen gelten sowohl für Einheiten, die national versendet werden, als auch für Einheiten, die über EFN versendet werden.
  • Gebühr für Warenrücksendungen der Kategorien “Bekleidung” und “Schuhe”: Ab dem 23. Oktober 2017 wird eine Bearbeitungsgebühr für von Kunden zurückgesendete Produkte der Kategorien “Bekleidung” und “Schuhe” berechnet, für die Amazon die kostenlose Warenrücksendung anbietet. Die Bearbeitungsgebühr für Rücksendungen wird nicht berechnet, wenn Amazon selbst für den Grund der Rücksendung verantwortlich ist.

Gründe für die Erhöhung sind nach Angaben von Amazon steigende Kosten für Lagerhaltung, Versand, Transport und Kundenservice. Eine vollständige Übersicht der Gebühren und jeweiligen Änderungen hat der Marktplatzbetreiber hier zusammengefasst. 

Welche Folgen entstehen daraus? 

In erster Linie kann man das tun, was Amazon indirekt durch die Erhöhung der Gebühren bewirken möchte und den Weg über ausländische Logistikzentren, mit geringeren Gebühren, wagen. Gehen deutsche Händler nun diesen Schritt, verteilt Amazon im Rahmen des “Logistiknetzwerks (Programm Mitteleuropa)” die Waren selbstständig über ihre Logistikzentren in Europa, nun natürlich vornehmlich in Polen und Tschechien. Dieser Schritt hat allerdings weitreichende steuerrechtliche Folgen, wie auch Amazon in der offiziellen Mitteilung durchklingen lässt. 

WICHTIG: Die Lagerung von Produkten in Polen und der Tschechischen Republik hat umsatzsteuerliche Pflichten für Ihr Geschäft zur Folge und kann weitere Meldungspflichten (…) auslösen”  

Man muss in diesen Ländern sowohl eine Umsatzsteuer-ID beantragen als auch seine Umsatzsteuer ausweisen. Außerdem muss man, auf Grund der proaktiven Verteilung seitens Amazon, nun stärker auf Liefer- und Lagerlisten achten. Viele deutsche Händler haben diesen bürokratischen Mehraufwand gescheut und werden dies wohl auch in Zukunft noch tun. Die Folge: die Gebührenerhöhung wirkt sich auf die Gewinnmarge aus oder wird durch eigene Preiserhöhungen auf den Kunden abgewälzt. 

Was kann ich dagegen tun? 

In der Tat gibt es hier nur zwei Möglichkeiten. Entweder die Gebührenerhöhung wird einfach hingenommen oder man erweitert sein Logistiknetzwerk tatsächlich auf ganz Europa. Verständlicherweise wirkt dieser Schritt gerade für kleinere Händler sehr abschreckend, da sie eher Nachteile als Vorteile aus diesem Schritt erwarten. Hier empfiehlt es sich den bestehenden Vertrieb mit Experten für die im Ausland anfallende Logistik zu analysieren, um zu gucken ob der Schritt in auswärtige Lager nicht doch lohnenswert ist. Hier gibt es nämlich viele Stellschrauben, an denen gedreht werden kann um umsatzsteuerrechtlich so günstig wie möglich wegkommen zu können. Schnell wirken der Mehraufwand sowie die auf den ersten Blick höheren Steuerabgaben dann nicht mehr so abschreckend. 

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