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Amazon übernimmt Produktbeschreibungen

Es ist einer der entscheidenden Erfolgsfaktoren für das Business-Modell Amazon Händler: Amazon SEO mit Hilfe optimierter Produktbeschreibungen. Nur wer es versteht seine Produkte gut zu platzieren, kann als Händler langfristig auf dem Online Marktplatz erfolgreich sein. Doch genau hier plant Amazon bald einzugreifen und die Produktbeschreibungen selber in die Hand zu nehmen. Klassisches Amazon SEO wäre damit hinfällig. Wir fassen zusammen.

Produktneuanlage im Seller Central überarbeitet

Bei der Neuanlage von einzelnen Artikeln oder Artikeln mit Produktvarianten hat Amazon sowohl die Abläufe bei der Content Eingabe als auch die Darstellung stark überarbeitet. Wer heute ein neues Produkt anlegen möchte, wird durch einen Prozess von acht Schritten begleitet, in denen Amazon jetzt klarer kommuniziert, welche Informationen einzugeben sind. Varianten lassen sich einfach und übersichtlich anlegen und der Bildupload wurde überarbeitet bzw. verbessert.

Allerdings schweben über dem gesamten Vorgang die Begriffe „Empfehlungen“ und „Vorschläge“ und folgende Meldung wird sehr präsent angezeigt:  “Wenn mehrere Verkäufer dasselbe Produkt über eine Detailseite verkaufen, kombinieren und präsentieren wir die besten Produktdaten, um Kunden so das bestmögliche Einkaufserlebnis zu bieten.”

Auf gut deutsch: Amazon entzieht dem Händler die Schreibrechte für die eigene Produktbeschreibung und behält sich vor, die Texte zu ändern und zu überarbeiten. 

Lesetipp: Steuerfahndung mit Hilfe künstlicher Intelligenz. 

Amazon SEO hinfällig durch Übernahme der Produktbeschreibungen

Was bedeutet das für Amazon SEO?

Dieses Szenario klingt nach dem „Anfang vom Ende“ des klassischen Amazon SEOs. Das Amazon sich selbst vorbehält die Produktbeschreibungen zusammenzuführen und zu überarbeiten ist aber noch nicht alles. Durch die neu strukturierte Anlage neuer Produkte ist in den sogenannten Style Guides je nach Kategorie sehr genau definiert, welche Inhalte für Titel, Bulletpoints und Bilder verwendet werden dürfen. Mit dieser automatisierten Erstellung der Produktbeschreibungen, wäre es nicht mehr möglich eigene Inhalte SEO zu optimieren. Eine spezifische Keyword-Platzierung wäre damit bedeutungslos. Hierbei handelt es sich allerdings noch um Spekulationen.

Amazon will durch Produktbeschreibungen Conversion Rate erhöhen

Indem man den Händlern die Freiheit über die Präsentation ihrer Produkte nimmt, kann Amazon die Wahrung seiner eigenen Interessen gewährleisten. Die liegen zweifelsohne in der Umsatzsteigerung, die man mit auf den Käufer zugeschnittenen Produktbeschreibungen vorantreiben möchte, um so die Conversion Rate zu erhöhen. 

Für Händler wäre das ein schwerer Schlag. Die Möglichkeit sich durch geschicktes Amazon SEO von Wettbewerbern abzuheben, wäre damit zunichte gemacht. Amazon selbst hat sich zu der Thematik noch nicht geäußert, doch folgt man der Agentur Revoic, deuten einige Aussagen vom Vendor- und Sellerservice darauf hin, dass Amazon jetzt schon verschiedene Quellen für Produktlistings konsultiert und dabei auch auf Quellen außerhalb von Amazon zugreift. 

Wir halten Euch auf dem Laufenden. 


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